CRV-Rechner: Chance-Risiko-Verhältnis und Break-even-Trefferquote

Kostenloser CRV-Rechner: Verhältnis aus Einstieg, Stop und Ziel, Break-even-Trefferquote mit Gebühren, Erwartungswert in R und zu erwartende Verlustserien.

%
Der Anteil deiner Trades, die das Ziel erreichen.
%
0, um Gebühren wegzulassen.
%
CRV (Risiko : Chance)
1 : 2,00
Break-even-Trefferquote
33,3 %
Break-even-Trefferquote mit Gebühren
35,0 %
Erwartungswert pro Trade
+0,20 R
Erwartungswert mit Gebühren
+0,15 R · +0,15 % des Kontos pro Trade
Erwartet über die Serie
+15,0 R über 100 Trades
Verlustserie, Wahrscheinlichkeit 50 %
7 Verluste in Folge · −6,8 % des Kontos
Verlustserie, Wahrscheinlichkeit 10 %
11 Verluste in Folge · −10,5 % des Kontos

Deine Zahlen bleiben auf dieser Seite: Der Rechner speichert nichts und sendet nichts.

Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) ist der Abstand zu deinem Ziel geteilt durch den Abstand zu deinem Stop. Der Rechner schreibt es als Risiko : Chance, also 1:2 für ein CRV von 2. Bei 1:2 erreichst du den Break-even, wenn du einen von drei Trades gewinnst, 33,3 % vor Gebühren. Gib oben Einstieg, Stop, Ziel und Trefferquote ein: Der Rechner rechnet die Gebühren ein, ermittelt, was ein durchschnittlicher Trade in R bringt, und zeigt die Verlustserie, mit der du in einer Serie von Trades rechnen solltest.

So werden CRV und Break-even berechnet

R ist dein Verlust am Stop; das Ergebnis eines Trades in R ist sein Betrag geteilt durch diesen Verlust. Der Rechner geht davon aus, dass jeder Trade entweder am Stop oder am Ziel endet.

Formel
CRV                       = |Ziel − Einstieg| ÷ |Einstieg − Stop|
Break-even-Trefferquote   = 1 ÷ (1 + CRV)

Mit einer Gebühr f pro Seite, in R:
  ein Verlust kostet      1 + f × (Einstieg + Stop) ÷ |Einstieg − Stop|
  ein Gewinn bringt       CRV − f × (Einstieg + Ziel) ÷ |Einstieg − Stop|
  Break-even              = Verlust ÷ (Gewinn + Verlust)
Erwartungswert            = Trefferquote × Gewinn − (1 − Trefferquote) × Verlust

Der Erwartungswert ist das, was ein durchschnittlicher Trade in R einbringt. Multipliziere ihn mit deinem Risiko pro Trade, dann hast du ihn in Prozent des Kontos.

Break-even-Trefferquote für gängige Verhältnisse

Vor Gebühren sinkt die nötige Trefferquote schnell, je weiter das Ziel entfernt liegt:

CRV (Risiko : Chance)Break-even-Trefferquote
1:0,566,7 %
1:150,0 %
1:1,540,0 %
1:233,3 %
1:325,0 %
1:420,0 %

Ein weites Ziel gibt es nicht umsonst: Es wird seltener erreicht. Trefferquote und CRV stammen aus denselben Trades, lies also beide aus deinem eigenen Journal ab.

Rechenbeispiel

Der Rechner startet mit Einstieg 62.500, Stop 61.250 und Ziel 65.000: Zwischen Einstieg und Stop liegen 1.250, zwischen Einstieg und Ziel 2.500, das CRV ist also 1:2. Die Trefferquote beträgt 40 %, die Gebühr 0,05 % pro Seite, das Risiko 1 % pro Trade.

  1. Break-even vor Gebühren: 1 ÷ (1 + 2) = 33,3 %.
  2. Gebühren in R: Ein Verlust kostet 1 + 0,0005 × 123.750 ÷ 1.250 = 1,0495R; ein Gewinn bringt 2 − 0,0005 × 127.500 ÷ 1.250 = 1,949R.
  3. Break-even mit Gebühren: 1,0495 ÷ (1,949 + 1,0495) = 35,0 %.
  4. Erwartungswert: 0,4 × 2 − 0,6 × 1 = +0,20R vor Gebühren; 0,4 × 1,949 − 0,6 × 1,0495 = +0,15R danach. Bei 1 % Risiko sind das +0,15 % des Kontos pro Trade, +15,0R über 100 Trades.
CRV1 : 2
Break-even35,0 %
Erwartungswert+0,15 R
Verlustserie (50 %)7 Verluste

Die Gebühren fressen ein Viertel dieses Vorteils: von +0,20R auf +0,15R. Je näher der Stop, desto größer dieser Anteil, denn dieselbe Gebühr wird durch einen kleineren Abstand geteilt.

Verlustserien: was der Rechner zählt

Auch ein Setup, das sich auszahlt, verliert mehrmals hintereinander. Der Rechner ermittelt exakt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Serie mindestens eine Folge von k Verlusten hintereinander enthält, unter der Annahme, dass die Trades unabhängig sind und die Trefferquote gleich bleibt. Dann meldet er zwei Serien: die längste mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % oder mehr und die längste mit 10 % oder mehr.

Bei 40 % Trefferquote über 100 Trades kommt eine Folge von 7 Verlusten mit 68,9 % Wahrscheinlichkeit vor, eine von 8 mit 49,0 %, eine von 11 mit 12,6 %. Deshalb zeigt der Rechner 7 und 11. Bei 1 % Risiko vom jeweils aktuellen Kontostand kosten 7 Verluste in Folge 6,8 % des Kontos und 11 Verluste 10,5 %: 1 − 0,99^k.

Echte Trades sind kein Münzwurf: Verluste häufen sich in schlechten Marktphasen und nach einem Tilt. Sieh diese Serien als Untergrenze dessen, womit du rechnen solltest, nicht als Obergrenze. Wie stark eine Verlustserie das Konto bei 0,5 % bis 10 % Risiko drückt, steht in der Tabelle im Guide Risiko pro Trade.

Wann das geplante Verhältnis täuscht

  • Ausstiege zwischen Stop und Ziel. Ein Trade, den du von Hand schließt oder auf Break-even ziehst, ist weder ein voller Gewinn noch ein voller Verlust. Dann ist das R jedes Trades in deinem Journal die ehrliche Eingabe, nicht das geplante Verhältnis.
  • Slippage. Ein Stop kann jenseits seines Kurses ausgeführt werden, ein echter Verlust kann also größer als 1R sein.
  • Stichprobengröße. Eine Trefferquote aus 20 Trades kann weit neben der wahren liegen. Je mehr Trades, desto genauer.
  • Funding und Swap. Haltekosten bleiben außen vor.

Um aus dem Stop eine Größe zu machen, nimm den Positionsgrößenrechner für Krypto-Futures oder den Lot-Rechner für MetaTrader 5. Wie weit Trades gegen dich laufen, bevor sie aufgehen, ist das Thema des Guides zu MAE und MFE. Trefferquote, R und Erwartungswert deiner eigenen Trades liefert die Trading-Journal-Vorlage, kostenlos zum Download.

Häufige Fragen

Was ist ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis?

Eine einzelne Zahl gibt es nicht: Das Verhältnis sagt erst neben deiner Trefferquote etwas aus. Bei 1:1 brauchst du mehr als 50 % Gewinner, bei 1:3 mehr als 25 %, vor Gebühren.

Welche Trefferquote brauche ich bei 1:2?

33,3 % vor Gebühren. Mit 0,05 % Gebühr pro Seite und dem Stop von 2 % aus dem Beispiel sind es 35,0 %.

Mit welcher Verlustserie muss ich rechnen?

Bei 50 % Trefferquote über 100 Trades haben 6 Verluste in Folge eine Wahrscheinlichkeit von 54,6 % und 8 Verluste eine von 17,0 %. Bei 40 % kommen 8 in Folge mit 49,0 % vor.

Sind die Gebühren im Verhältnis enthalten?

Im Verhältnis nicht; in den Zeilen zu Break-even und Erwartungswert mit Gebühren schon. Gib 0 ein, um die Gebühren wegzulassen.

Quellen

Ein Rechner rechnet den Plan durch. Was deine Trades wirklich gekostet haben, steht in deinem Journal. Ab dem Moment, in dem du dich verbindest, zeichnet FOQUS jeden Trade mit USDT- und USDC-Perpetual-Futures bei Binance, Bybit und OKX und bei MetaTrader-5-Brokern selbst auf (eine Börse wird mit einem Schlüssel nur zum Lesen verbunden). Sein Widget „Risk per trade“ zeigt, welchen Anteil des Kontos ein durchschnittlicher Verlusttrade kostet. FOQUS →

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